Brockenwanderung 2020: Über die Aerodynamik von Haselnüssen


Bereits zum drit­ten Mal haben wir die umlie­gen­den Clubs zu einer ent­spann­ten Wan­de­rung auf Nord­deutsch­lands höchs­ten Berg ein­ge­la­den, und so tra­fen sich am 25.01. Rotarac­ter aus Göt­tin­gen, Lüne­burg und Kas­sel um gemein­sam mit uns einen Tag im Schnee zu ver­brin­gen. Damit waren bei die­ser Tour nicht nur 4 Clubs son­dern auch 2 Distrik­te (1800 und 1820) vertreten!

Ers­te Freu­de schon beim Tref­fen in Oder­brück: Das Wet­ter ist her­vor­ra­gend! Son­ne, tro­cken, mäßi­ger Wind — im Ver­gleich zum letz­ten Jahr haben wir heu­te den Jack­pot gezogen.

Bei rei­ner sport­li­cher Betä­ti­gung soll es natür­lich nicht blei­ben: ganz im Stil der letz­ten Wan­de­run­gen wer­den die Teil­neh­mer zunächst in Teams ein­ge­teilt, um dann in diver­sen Spie­len ihr Kön­nen unter Beweis zu stel­len. Los geht es nach dem ers­ten Kilo­me­ter mit einer Run­de Hasel­nuss-Prä­zi­si­ons-Wurf. Das Ziel: Eier­kar­tons, in denen den ein­zel­nen Mul­den ver­schie­de­ne Wer­te zuge­ord­net wur­den. Das Fazit: 6 Wür­fe rei­chen kaum aus, um das Flug­ver­hal­ten von Hasel­nüs­sen zu ver­ste­hen. Viel­leicht soll­te man das mal simulieren? 

Nach die­ser ers­ten sport­li­chen Her­aus­for­de­rung stär­ken sich die Wan­de­rer erst ein­mal mit einer Run­de Schnaps. Auch die Gum­mi­tier­box macht die Runde. 

Das nächs­te Spiel fin­det dann in zwei Groß­grup­pen statt: jeweils 7 Teil­neh­mer müs­sen eine abge­steck­te Stre­cke über­win­den — mit nur 5 Füßen und 2 Hän­den auf dem Boden. Zunächst herrscht Rat­lo­sig­keit, doch schnell bil­den sich in bei­den Grup­pen die ers­ten Stra­te­gien her­aus, wel­che letzt­end­lich aber von unter­schied­lich gro­ßem Erfolg geprägt sind.

Kurz vor dem End­spurt müs­sen dann noch Luft­bal­lons auf­ge­bla­sen wer­den — mit ver­bun­de­nen Augen und um die Wet­te. Gar nicht so ein­fach, den schma­len Grad zwi­schen “größ­ter Bal­lon” und “geplatz­ter Bal­lon” zu fin­den. Hier wer­den wir auch das ers­te mal von der Bro­cken­bahn über­holt, die wir auf den rest­li­chen Kilo­me­tern noch öfter bewun­dern können.

Auf dem Bro­cken ange­kom­men geht es dann zunächst an das obli­ga­to­ri­sche Grup­pen­bild, gefolgt von einer Pau­se zum Erkun­den. Das gute Wet­ter hat sich gehal­ten, und erlaubt einen phä­no­me­na­len Aus­blick auf das umge­ben­de Harz­ge­bir­ge (und die tie­fer hän­gen­den Wol­ken). Auch bie­tet sich hier die Gele­gen­heit zum Ver­lie­ren, Suchen und Wie­der­fin­den von Haustürschlüsseln.

Auf dem Rück­weg gibt es dann noch ein­mal zwei Spie­le: zunächst ein Team­spiel ohne Auf­ga­ben­stel­lung und anschlie­ßend einen Test über das Zeit­emp­fin­den (Schät­zen von 100 Sekunden).

Im Anschluss an die Wan­de­rung sind wir, wie im letz­ten Jahr, im Sper­ber­hai­er Damm­haus abge­stie­gen. Hier gab es nicht nur ein wohl­ver­dien­tes Abend­essen, auch die letz­te Auf­ga­be (Wer baut den höchs­ten Turm aus Alt­pa­pier?) wur­de hier bestrit­ten. Am Ende gab es nicht nur einen rie­si­gen Wind­beu­tel, auch der End­sie­ger stand fest. Das Team “Wei­ße Rie­sen” gewann mit deut­li­chem Abstand, und gewann immer wäh­ren­de Ehre (viel­leicht soll­te für das nächs­te Jahr mal ein Preis ange­schafft werden?)

Wir freu­en uns, dass sich die Wan­de­rung inzwi­schen sol­cher Beliebt­heit erfreut und hof­fen auch im kom­men­den Jahr wie­der vie­le Rotarac­ter in unse­rem schö­nen Mit­tel­ge­bir­ge begrü­ßen zu dürfen!