Von der Einkaufshilfe zur „mobilen Tafel“

Unser Arti­kel aus den Rotaract News Aus­ga­be 06 | Heft 182

Wie schnell sich Pro­jek­te in eine uner­war­te­te Rich­tung ent­wi­ckeln kön­nen, hat der RAC CLZ in letz­ten Tagen erlebt: Die Coro­na-Pan­de­mie beschäf­tigt auch hier die Men­schen und Vereine.

Die Emp­feh­lung: zu Hau­se blei­ben. So ent­wi­ckel­te der Club gemein­sam mit einem ande­ren Ver­ein in Claus­thal einen zen­tra­li­sier­ten Ein­kaufs­dienst, bei dem ein­zel­ne Ein­kaufs­fahr­ten für Men­schen in Iso­la­ti­on (Selbst­schutz, Qua­ran­tä­ne etc.) an ehren­amt­li­che Hel­fer ver­mit­telt wer­den. Nach zwei Tagen hat­ten sich bereits 24 Hel­fer gefun­den, die sol­che Fahr­ten über­neh­men wollten. 

Fast par­al­lel wur­de die Schlie­ßung der Claustha­ler Tafel bekannt. Spon­tan konn­ten über unse­ren Rota­ry-Paten­club und die Dia­ko­nie ins­ge­samt 800 Euro bereit­ge­stellt wer­den, um damit für die Betrof­fe­nen eine ers­te Not­ver­sor­gung ein­zu­rich­ten. An einem Don­ners­tag­abend wur­de das Pro­blem bekannt, am fol­gen­den Mon­tag konn­te schon der ers­te Ein­kauf erfol­gen. Inner­halt der ers­ten drei Tage konn­te durch unse­re ehren­amt­li­chen Hel­fer an über 40 Per­so­nen ein Not­vor­rat an Lebens­mit­teln über­ge­ben werden.

Die Reso­nanz bis­her ist über­wäl­ti­gend — gera­de auch durch die Spon­ta­nei­tät, mit der die Hil­fe ein­ge­rich­tet wer­den konn­te. Wie sich die­ses Pro­jekt nun in den kom­men­den Wochen noch weiterentwickelt?

Wir sind gespannt!